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Bolivien

Das Land

Umgeben von Peru, Paraguay, Argentinien, Brasilien, Chile und entlang der Anden gelegen, ist Bolivien bekannt unter dem Namen "Tibet Südamerikas". Dies, weil Bolivien das am höchsten gelegene und durch die Anden das isolierteste Land Südamerikas ist. Seine Fläche ist etwa doppelt so gross wie Spanien und das Land erstreckt sich von schneebedeckten Bergspitzen auf 7'000 Metern Höhe bis zu Dschungelwäldern am Amazonas. Bolivien wurde im Jahre 1880 zum Binnenland, als es seine Küstengebiete im Pazifischen Krieg an Chile verlor. Nur der Titicacasee, der höchste befahrbare See der Welt, kann diesen Verlust etwas wettmachen. Bolivien hat sehr viel zu bieten. Nur schon die verschiedenen Klimazonen verleihen dem Land Vielfalt. Besuchen Sie Potosi, eine der bekanntesten Silberbergwerkstädte der Welt, den Salzsee "Salar Uyuni", erklimmen Sie einen der vielen Vulkane oder unternehmen Sie einen Ausflug in den Regenwald.

Wichtige Informationen:

Ausländische Botschaft in der Schweiz

Konsulat der Republik Bolivien
Sevogelplatz 2
4052 Basel
0041 (0)61 312 44 45

Generalkonsulat im Ausland

Embajada de Suiza
Calle 13, No. 455
Esquina 14 de Septiembre
Obrajes
La Paz
00591 2 275 12 25

Telefonvorwahlen

0041 + Vorwahl Kanton (ohne 0) + Rufnummer
00591 + regionale Vorwahl (ohne 0) + Rufnummer

Landeswährung

Boliviano

Stromversorgung

Teilweise 220, teilweise 110 Volt. Elektrische Geräte müssen daher manuell auf 110V umschaltbar sein oder sich automatisch anpassen.
Adapter für Flachstecker der US-Norm notwendig. Diese erhalten Sie in Elektrofachgeschäften.

Verkehr

Rechtsverkehr
Um ein Auto zu mieten, benötigen Sie den schweizerischen und einen internationalen Führerausweis.
Mindestalter: 25 Jahre

Visumsinformationen

Für einen Sprachaufenthalt in Bolivien benötigt man immer ein Visum. Weitere Informationen erhalten Sie mit der Buchungsbestätigung.

Einreisebestimmungen

Für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen benötigen Schweizer Bürger ihren gültigen Reisepass, der noch mindestens ein Jahr über das Rückreisedatum hinaus gültig sein muss. Vorgewiesen werden müssen ausserdem das Rück- oder Weiterreiseticket, ein Nachweis ausreichender Geldmittel für den Aufenthalt und ordnungsgemässe Einreisepapiere für das nächste Reiseziel.

Impfungen

Malaria: Malaria existiert ganzjährig in den Risikogebieten. Schützen Sie sich ausreichend vor Mückenstichen.
Impfung: Empfohlen sind Impfungen gegen Gelbfieber, Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis, Masern, Hepatitis A.
Detaillierte, aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.safetravel.ch oder bei Ihrem Hausarzt.

Höhenkrankheit: In Lateinamerika, wo zahlreiche grosse Städte wie La Paz, Cuzco oder Quito auf bis zu über 3'000m Höhe in den Anden liegen, ist die Höhenkrankheit, Soroche genannt, ein ständiges Problem für viele Einheimische und Reisende, nicht nur eines für Bergsteiger.
Symptome der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Atemnot, Schwindel, Ohrensausen, Schlafschwierigkeiten, Ödeme sowie verminderte Wasser- und Salzausscheidung.
Bitte informieren Sie sich vor der Reise bei Ihrem Arzt, der Ihnen evtl. Höhenkrankheitstabletten verschreiben kann.

Versicherung

Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Versicherung, ob Sie für den Auslandaufenthalt ausreichend versichert sind.

Weiteres:

Zeitzonen

Bolivien ist im Verhältnis zur mitteleuropäischen Zeit (MEZ) fünf Stunden zurück. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit sind es sechs Stunden, da es in Bolivien keine Umstellung auf Sommerzeit gibt.

Kulinarisches

Bolivianer essen gerne und viel zu Mittag. Gerichte werden in erster Linie mit Reis, Kartoffeln oder Quinoa, einer Getreidesorte die in den Anden wächst, zubereitet. Sehr zu empfehlen sind die reichhaltigen Suppen und Eintöpfe. Zum z‘Vieri wird auch viel gegessen, z.Bsp. Saltñas, so genannte Teigtaschen mit Rindfleisch oder Hühnerfleischfüllung. Chicha ist eine Art Bier auf der Basis von Mais.

Kultur

Tanz – Die Bolivianer tanzen für ihr Leben gern. Bei Festen wird auch häufig auf der Strasse getanzt.
Musik – Die Folkloremusik wird bestimmt durch Panflöte und das Charango, ein Saiteninstrument. Bolivianer singen auch gerne und kleine Buben tun dies z.Bsp. in Überlandbussen um so etwas Geld zu verdienen. Bolivien ist bekannt für Ponchos, Pullover, Mützen und Handschuhe aus Alpakawolle, Schmuck, Ton- und Holzhandwerke und allgemein farbigen Textilien.
Bolivianer feiern gerne farbenfroh: Karneval, Bergarbeiterfest, Musikfestivals, Studentenfest, Fest des Rosenkranzes,… Die meisten Feste finden jedoch zu Ehren von Pachamama statt.

Politische Lage

Aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.eda.admin.ch

Volljährigkeit

In Bolivien wird die Volljährigkeit mit dem 18. Geburtstag erreicht.

Geschichte

1538 wurde das Gebiet des heutigen Boliviens von den Spaniern erobert. Erst 1776 wird das damals noch Alto Perú genannte Land von Peru losgelöst. Es folgen Freiheitskämpfe und Konflikte mit Nachbarländern. 1825 wird Alto Perú durch den Freiheitskämpfer Simon Bolivar von der spanischen Herrschaft befreit, wird sogleich der 1. Präsident des Landes und erklärt die Republik Bolivien als unabhängig. Bald darauf wird dieser aber ins Exil geschickt.
1836 kämpfen Peru und Bolivien gemeinsam gegen Chile und verlieren den Kampf schlussendlich.
Es folgen Misswirtschaft, Klientelwesen und Korruption.
1879 führt ein Grenzkonflikt mit Chile zum Salpeterkrieg. Hier verliert Bolivien seine Küstenprovinz an Chile und wird dadurch ein Binnenstaat ohne Anschluss ans Meer was zu einem nationalen Trauma Boliviens wird. Chile verpflichtet sich im Gegenzug eine Eisenbahnstrecke bis La Paz zu bauen um Bolivien den freien Zugang zum Pazifik zu ermöglichen.
Bei weiteren Grenzkriegen verliert Bolivien auch Land an Brasilien und Paraguay.
Ende 1960er entstehen im verarmten Hochland Guerillagruppe, die Unterstützung durch den Kubanischen Revolutionär Che Guevara erhielten. Es gelang den Kubanern aber nicht, die verarmten Bauern auf ihre Seite zu bringen. Der Versuch, die Revolution in Bolivien durchzusetzen, scheiterte.
Heutiger Präsident ist Evo Morales. Er ist der erste Indígena in diesem Amt.

Amtssprache

Spanisch, Ketschua und Aymará
Es wird reines und gut verständliches Spanisch. Die Sprache wurde von mehr als 500 Jahren von den Eroberern nach Südamerika gebracht. Daher erstaunt es nicht, dass das Spanisch in Bolivien vom Einfluss der über 50 indigenen Sprachen des Landes geprägt ist. Die Bolivianer sprechen sehr langsam, so zu sagen die Berner von Südamerika.