Malta
Malta ist berühmt für die vielen Sportmöglichkeiten. Doch nicht nur der Sport macht die Insel so attraktiv. Maltas Kultur entstand in der Jungsteinzeit und gilt als eine der ältesten Kulturen der Welt. Bei unzähligen Sehenswürdigkeiten wird Maltas Geschichte greifbar. Wer einmal in die Kultur und die Geschichte Maltas eintaucht, kommt so schnell nicht mehr davon los.
Landschaftlich wechseln sich, vor allem auf der Hauptinsel, verkarstete Landstriche mit schachbrettartigen Feldern ab, auf denen im Sommer pittoreske rote und weisse Oleanderbüsche blühen. Das Trinkwasser ist ein kostbares Gut auf Malta, da es keinen einzigen Fluss gibt! Wasser muss deshalb entweder durch Meerwasserentsalzung oder durch Auffangen des Regenwassers gewonnen werden, was vor allem in der trockenen Sommerzeit ein Problem werden kann. Die kulturelle Vielfalt der kleinen Inselgruppe kann man bereits aus der Sprache «Malti» heraushören, welche eine Mischung aus Englisch, Italienisch, Französisch und verschiedenen arabischen Sprachen ist. Fast jede Eroberer-Nation hat im Laufe der Zeit die strategische Wichtigkeit Maltas als Zentrum des Mittelmeers erkannt, dort Festungen und Bollwerke erbaut und einen Teil der eigenen Kultur hinterlassen. So trifft man bei den Maltesern einerseits auf italienische oder arabische Offenheit und Gastfreundschaft: man besucht sich oft gegenseitig und liebt es, vor dem Haus zu sitzen und «die Welt vorbeiziehen zu lassen». Andererseits sind auch britische Genauigkeit oder französisches Savoir Vivre auszumachen, das jeden Tag zu einem Fest werden lässt.
Sehr charmant und doch sehr eigenwillig präsentiert sich Malta, die Sonneninsel im Mittelmeer. Die von ca. 400'000 Menschen bevölkerte Republik ist einer der kleinsten Staaten der Welt und besteht aus mehreren Inseln, von welchen aber nur drei bewohnt sind; Gozo, Comino und Malta. Man fährt links wie in England, aber mit der Hand auf der Hupe wie in Italien, hält Siesta wie in Arabien und Spanien, und liebt das Meer wie all die Eroberer, die seit Jahrtausenden eine Vorliebe für die strategisch bedeutsame felsige Insel zeigen. Gut gelegen zwischen Sizilien und Nordafrika bietet Malta jedem Besucher etwas.
Land und Leute
Die Malteser lieben es zu feiern! Den ganzen Sommer hinweg finden «Festas» statt. Irgendeinen Anlass – meist ein Heiliger, der gefeiert wird – findet sich immer. Und so hat jeder noch so kleine Ort seine eigenen Feste, bei denen Umzüge durch die geschmückten Strassen ziehen, Heiligenbilder aufgestellt werden, Blasmusiken dröhnen, hell beleuchtete Kirchen in allen Farben erstrahlen und schliesslich das obligate Feuerwerk gezündet wird. Religion ist sehr wichtig in Malta; auf der ganzen Insel gibt es sage und schreibe 365 Kirchen.
Einer der wichtigsten Feiertage im Jahr ist das Osterfest. Dann werden in schier endlosen Strassenprozessionen Szenen aus der Bibel nachgestellt.
Sand- und Felsstrände sowie kleine Badebuchten laden dazu ein, das Meer und die Sonne zu geniessen. Die Meerestemperatur beträgt zwischen Mai und Oktober durchschnittlich 23°C. Eine konstante Meeresbrise bietet angenehme Abkühlung und sorgt für optimale Voraussetzungen für Segler und Windsurfer. Wer sich lieber in der Welt der Meerestiefen bewegt, kann sich beim Tauchen von der felsigen Unterwasserlandschaft faszinieren lassen. Das Meerwasser um Malta, welches als das klarste im ganzen Mittelmeerraum gilt, zieht Taucher aus der ganzen Welt an. Wer seinen sportlichen Aktivitäten lieber «auf festem Boden» nachgeht, dem bietet sich die Gelegenheit zum Reiten, Golfen, Tennis und Squash. Die ganzjährig idealen klimatischen Bedingungen machen Malta auch in den bei uns etwas kühleren Monaten zu einem optimalen Ferienort.
Malta ist bekannt für seine mediterrane Küche und für die vielen Zutaten aus Italien, Griechenland und Frankreich. Auch die britische Küche hat mit Chips (Pommes Frites), Steaks oder Zwiebeln im Salat auf Maltas Speisekarten ihre Spuren hinterlassen. Da Fleisch auf Malta eher rar ist, wird viel Fisch und Gemüse angeboten, vor allem Tomaten, Zucchini, Bohnen, Peperoni, Spinat, und Kohl. Kinnie ist Maltas Nationalgetränk; ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk aus Bitterorangen und verschiedenen Kräutern, unter anderem auch Wermutkraut.
Malta wurde 1964 unabhängig und ist seit 1974 eine Republik. Seit dem 1. Mai 2004 ist der kleine Staat Mitglied der EU. Die politische Lage ist stabil. Bitte erkundigen Sie sich jedoch vor Ihrer Abreise auf der Webseite des EDA.
Vor langer Zeit waren die Malteser von Sizilien nach Malta eingewandert, nur um nach der Gründung einer pazifistischen, matriarchalischen Kultur auf geheimnisvolle Art und Weise wieder zu verschwinden. Erst im Jahre 1530 – unter dem Ritterorden der Johanniter – erlebte Malta eine neue Blütezeit. Die Ritter belebten die Insel neu und erwirkten einen wirtschaftlichen Aufschwung. Nach der Belagerung der Türken liess der Grossmeister Jean Parisot de la Valletta eine uneinnehmbare Festungsstadt bauen – die heutige Hauptstadt La Valletta. Später tauchte Napoleon in Malta auf, und schliesslich waren die Briten die Herren der Insel. Erst 1974 wurde Malta zur eigenständigen Republik erklärt.
Maltas Pflanzenwelt ist ziemlich artenarm. Die grünen Flecken bestehen hauptsächlich aus Macchie; grossflächige und weit verbreitete Gebüsche.
Die auf Malta lebenden Tiere sind weder giftig noch gefährlich. Es gibt unter anderem Mäuse, Ratten, Igel, Kaninchen, Fledermäuse, Wiesel, Chamäleons sowie verschiedene Arten ungiftiger Schlangen. Im Frühling und Herbst ist Malta eine wichtige Station für Zugvögel. Da in Malta die Vogeljagd als Volkssport gilt, werden diese jedoch gejagt.
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